Konflikte lösen,ohne den Umweg über das Gericht.
Ein klarer Weg in sieben Phasen: Themen sortieren, Interessen klären, Lösungen entwickeln, Vereinbarung dokumentieren. Für private Konflikte ebenso wie für wirtschaftliche.
- Phasen bis zur Einigung
- 7Phasen bis zur Einigung
- Konfliktfelder
- 4Konfliktfelder
- Hosting in Deutschland
- DEHosting in Deutschland
Nicht gewinnen. Weiterkommen.
Struktur statt Eskalation
Die meisten Konflikte scheitern nicht am Willen, sondern am Weg. Ein festgelegter Ablauf ersetzt das kreisende Gespräch, das nie zu einem Ergebnis kommt.
Interessen statt Positionen
Positionen schließen sich häufig aus, Interessen lassen sich meist vereinbaren. Hinter jeder Forderung steht ein Bedürfnis, das benannt werden kann.
Eine Lösung, die trägt
Bei Trennung, Erbe oder Nachbarschaft sehen sich Menschen wieder. Ziel ist keine Niederlage der Gegenseite, sondern eine Einigung, mit der beide weiterleben können.
Die Phasen der Mediation
Das klassische Phasenmodell, so wie es auch in der Plattform abläuft. Links, was inhaltlich passiert – darunter, was das System dabei übernimmt.
- 0
Vorbereitung und Einladung
Der Fall wird beschrieben, die zweite Seite sachlich eingebunden. Erst wenn beide freiwillig dabei sind, beginnt die eigentliche Mediation.
Das System formuliert auf Wunsch eine neutrale Einladung.
- 1
Einleitung
Der Rahmen wird geklärt: Ablauf, Regeln, Vertraulichkeit. Beide Seiten wissen von Anfang an, worauf sie sich einlassen.
Gesprächsregeln und Vertraulichkeit werden für beide Seiten gleich festgehalten.
- 2
Themensammlung
Beide Seiten schildern, welche Punkte offen sind – zunächst ohne Bewertung. Oft zeigt sich: Hinter einem großen Streit stehen mehrere klar benennbare Themen.
Eingaben werden strukturiert gesammelt und zu einer gemeinsamen Themenliste geordnet.
- 3
Interessenklärung
Das Herzstück. Hinter jeder Forderung steht ein Interesse – eine Sorge, ein Bedürfnis, ein Wunsch.
Gezielte Fragen führen vom „Was fordere ich?“ zum „Worum geht es mir wirklich?“.
- 4
Lösungsoptionen
Ideen werden entwickelt, zunächst ohne Bewertung. Ziel sind Lösungen, die mehrere Interessen gleichzeitig erfüllen – nicht ein Kompromiss, mit dem niemand zufrieden ist.
Aus den geklärten Interessen entstehen konkrete Vorschläge, die beide Seiten prüfen und anpassen können.
- 5
Bewertung und Verhandlung
Die Optionen werden geprüft: Ist die Lösung fair? Ist sie umsetzbar? Schritt für Schritt nähern sich beide Seiten an.
Festgehalten wird, wo Einigkeit besteht und wo noch verhandelt wird – nichts geht verloren.
- 6
Abschluss und Vereinbarung
Das Ergebnis wird schriftlich festgehalten und von beiden Seiten bestätigt. Bei rechtlich relevanten Fragen gehört eine juristische Prüfung dazu.
Am Ende steht eine klare Vereinbarung: wer tut was bis wann.
Wo Mediation regelmäßig trägt
Trennung und Scheidung
Umgang, Unterhalt, gemeinsame Immobilie, Hausrat. Emotional aufgeladen und selten in einem einzigen Gespräch zu klären.
Erbe und Erbengemeinschaft
Blockierte Erbengemeinschaften, Streit ums Haus, Bewertungsfragen zwischen Geschwistern.
Nachbarschaft
Lärm, Grenzbepflanzung, Parken, Bauvorhaben. Konflikte zwischen Menschen, die dauerhaft nebeneinander wohnen.
Wirtschaft und Gesellschafter
Projektstreitigkeiten, Gesellschafterkonflikte, Auseinandersetzungen in der Unternehmensnachfolge.
Mediation neben dem streitigen Mandat
Mediation als eigenes Mandat
Ein strukturierter Ablauf, den die Kanzlei anbietet, ohne jeden Fall neu zu organisieren. Die Verantwortung für das Verfahren bleibt bei der Mediatorin oder dem Mediator.
Vorgeschaltet zum streitigen Verfahren
Vor Klageerhebung prüfen, ob eine Einigung trägt – dokumentiert, damit das Ergebnis auch dann verwertbar ist, wenn es doch zum Verfahren kommt.
Dokumentation von Anfang an
Themen, Interessen und Zwischenstände werden fortlaufend festgehalten. Die Abschlussvereinbarung entsteht aus dem Verfahren, nicht daneben.
Die Aktenführung dazu läuft im selben Arbeitsbereich wie das übrige Mandat – siehe Produkt. Wer die Mediationsplattform als eigenes Produkt betreiben möchte, findet die Modelle unter Software kaufen und lizenzieren.
Fragen zur Mediation
- Was unterscheidet Mediation von einem Gerichtsverfahren?
- Im Gerichtsverfahren entscheidet ein Dritter über Positionen. In der Mediation entwickeln die Beteiligten die Lösung selbst, ausgehend von ihren Interessen. Das Ergebnis ist deshalb häufig tragfähiger – und es entsteht in der Regel schneller und günstiger.
- Ist eine Mediationsvereinbarung rechtlich bindend?
- Die Abschlussvereinbarung ist ein Vertrag zwischen den Beteiligten. Für bestimmte Regelungen – etwa im Familien- oder Erbrecht – sind Form oder notarielle Beurkundung erforderlich. Deshalb gehört eine juristische Prüfung des Ergebnisses zum Verfahren dazu.
- Was passiert, wenn eine Seite nicht mitmacht?
- Mediation setzt Freiwilligkeit voraus. Ohne die Zustimmung beider Seiten beginnt das Verfahren nicht. Genau deshalb steht die Einladung der zweiten Seite am Anfang und nicht mittendrin.
- Welche Rolle spielt die Software dabei?
- Sie hält den Ablauf ein, sortiert Themen und Interessen und dokumentiert Zwischenstände. Sie entscheidet nichts. Die Verantwortung für das Verfahren liegt bei der Mediatorin oder dem Mediator.
- Eignet sich Mediation für Wirtschaftskonflikte?
- Ja, besonders dort, wo die Geschäftsbeziehung fortbestehen soll: Projektstreitigkeiten, Gesellschafterkonflikte, Nachfolgefragen. Ein gewonnener Prozess nützt wenig, wenn die Zusammenarbeit danach nicht mehr funktioniert.
Einen Konflikt besprechen
Ein erstes Gespräch klärt, ob Mediation im konkreten Fall der richtige Weg ist – und was der Ablauf realistisch bedeutet.